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Business Performance = Operational Excellence * Strategy (Teil 2)

Ich war erst unlängst wieder in einem kleinen IT-Infrastrukturunternehmen. Der Mitarbeiterstand pendelt zwischen 10 und 20, je nach Auftragslage. Das Unternehmen hat eine Vision (Marktführer in Österreich), eine Produktpalette die an einen Bauchladen erinnert und keine klar definierte Zielgruppe (IT braucht jeder!). Werkzeuge und Methoden finden sich im technischen Bereich der Leistungserbringung. Die Mitarbeiter sowie der Unternehmer selber sind sehr gute Techniker und haben auch ihren Kundenstamm. Wird diese „Business Performance“ ausreichen um Marktführer zu werden?  [twitter_buttons]

Business Performance = Opertional Excellence * Strategy

Business Performance = Opertional Excellence * Strategy

Um als Unternehmen wertvoll zu werden, reicht es nicht nur aus, heute operativ erfolgreich zu sein. Es müssen Strukturen, Prozesse und Vorkehrungen für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens getroffen werden. Dazu gehören:

  • Vision: Wer wollen wir sein (Identität)? Wo wollen wir hin?
  • Mission: Was ist unsere Aufgabe?
  • Strategie: Wie und mit welchen Produkten, Dienstleistungen und Serviceangeboten bearbeiten wir welche Märkte?
  • Prozesse: Umsetzung der Strategie im „daily Business“

Die Aufgabe: Der Unternehmer bringt die Vision, die Strategie und die operative Umsetzung in Deckung, in Übereinstimmung. Alle Mitarbeiter wissen worum es geht und arbeiten zielgerichtet an der Umsetzung der Strategie. Kernprozesse werden mit hochqualifizierten Mitarbeitern ständig verbessert und wirtschaftlich optimiert. Unterstützende Prozesse werden von spezialisierten Partnerfirmen erbracht, wie zum Beispiel Rekruting, Lohnverrechnung, Leadgenerierung, Hardwarewartung, usw.

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Wenn sich das eingangs beschriebene IT-Unternehmen so aufstellen und diese Vorgehensweise mit Excel und Word konsequent umsetzen würde, wäre das schon ein gewaltiger Schritt hin zu Business Performance. Der richtige Schub käme mit der Wahl der richtigen Werkzeuge und Methoden zur Unterstützung des operativen Geschäftes in konsequenter Umsetzung der festgelegten Strategie.

Business Performance (Quelle: Uni Klagenfurt, Modell zur Diagnose einer Organisation, Prof. Dr. Robert Neumann)

Business Performance (Quelle: Uni Klagenfurt, Modell zur Diagnose einer Organisation, Prof. Dr. Robert Neumann)

Um Business Performance als Produkt von Strategie und operativer Exzellenz zu erhalten, bedarf es entsprechender Werkzeuge.

Das Management Informationssystem und die Dashboards zur Darstellung der wichtigsten Kennzahlen haben wir bereits im 1. Teil besprochen.

Jetzt sehen wir uns die beiden Methoden Portfoliomanagement und Balanced Score Card an, die diese Möglichkeit bieten.

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Portfoliomanagement

Die einzelnen Projekte in einem Unternehmen werden nach bestimmten Kriterien in deren Wirtschaftlichkeit und Relevanz zur Unternehmensstrategie bewertet und in einem Diagramm dargestellt. Der Zweck besteht darin, die knappen Ressourcen des Unternehmens optimal im Sinne der Strategieumsetzung einzusetzen.

Business Performance, Quelle: Ventum Consulting (www.ventum-consulting.com)

Business Performance, Quelle: Ventum Consulting (www.ventum-consulting.com)

Projektmagazin, Mit der Portfolioplanung sich auf die wesentlichen Unternehmensziele konzentrieren, Stefan Weller, Mummert + Partner Unternehmensberatung AG, Ausgabe 24/2001

Eine systematische und strategieorientierte Portfolioplanung ermöglicht es den Unternehmen, die wirklich notwendigen und wirtschaftlichen Projekte zu identifizieren und ein kostenoptimiertes Projektportfolio aufzustellen. Projekte, die als unverzichtbar gelten, müssen sich ebenso einer kritischen Prüfung unterziehen, wie neue innovative Ideen. Dafür sind klare Ziele, eine durchgängige und praktikable Methode, geeignete Planungsprozesse und die Einbeziehung der Beteiligten erforderlich.

Die Wertentwicklung des Unternehmens wird von bestimmten Werttreibern maßgeblich beeinflusst, die es gilt konsequent auszubauen. Mit Hilfe der Portfoliotechnik werden jene Projekte ausgewählt, die den höchsten wirtschaftlichen Nutzen für das Unternehmen versprechen.

 

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Balanced Score Card

Bei der Balanced Score Card (BSC) wird das Unternehmen aus den 4 Perspektiven Finanzen, Prozesse, Mitarbeiter und Kunden betrachtet. Die Kennzahlen dieser 4 Perspektiven werden so gewählt, dass eine konsequente Fokussierung auf Umsetzung der Unternehmensstrategie erfolgt. Zwischen den Perspektiven gibt es Ursachen – Wirkungsbeziehungen (Strategy Map) die wesentlich sind für die Wahl der Kennzahlen.

Business Performance, BSC - Perspektiven (Quelle: Wirtschaftslexikon Gabler)

Business Performance, BSC – Perspektiven (Quelle: Wirtschaftslexikon Gabler)

Grundsätzliche Vorgehensweise beim Aufbau einer BSC:

  1. Vision und Strategie abklären
  2. Strategische Ziele festlegen und verknüpfen (Finanzziele, Kundenziele, Prozessziele, Potentialziele)
  3. Messgrößen bestimmen
  4. Zielwerte abstimmen
  5. Maßnahmen selektieren

Die Kunst dabei ist, die Strategie in operative Aktionen umzulegen und so in das „daily Business“ einbauen, dass die Strategie auch wirklich konsequent umgesetzt wird.

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  1. ERP Software - was soll es im Unternehmen verbessern? - 10/05/2016

    […] wir uns an der Formel Business Performance = Operative Exzellenz * Strategie orientieren wollen, dann ergeben sich für die Einführung einer ERP Software die Potentiale, die […]

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